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Abschließender Bericht zur 5. Euregionalen HIV/ AIDS - Konferenz vom 21.06.2013

 

Inklusion vs. Ausgrenzung von HIV+ Menschen in der Arbeitswelt

 

 

Aachen/Rolduc, (iba) – Neue Medikamente und Therapien haben HIV/Aids in den letzten Jahren von einer tödlichen zu einer chronischen Krankheit werden lassen. Das eröffnet neue Problemfelder, wie den Umgang mit HIV in der Arbeitswelt. Die „Euregionale Lernpartnerschaft gegen Stigmatisierung, Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen mit HIV/Aids“, bestehend aus Vertretern der Bistümer Aachen, Roermond und Lüttich, der Aids-Hilfen Aachen und Mönchengladbach, Missio Eupen und der Universität Maastricht, hatte dies zum Thema ihrer fünften Konferenz in Kloster Rolduc in Kerkrade gemacht. Es ging um immer noch bestehende Ausgrenzung, die Bemühung um Inklusion und um die Rolle der Kirchen.


Nach der Begrüßung durch Hub Vossen, Dienst Kirche und Zusammenleben im Bistum Roermond, gab Ronald A.M. Brands von HVN (HIV Vereniging Nederland) einen Einblick in die Realität HIV Infizierter auf dem Arbeitsmarkt und stellte das Projekt „positiv werken“ (Positiv arbeiten) vor. Menschen mit HIV könnten 2013 sehr gut auf dem Arbeitsmarkt funktionieren. Doch die Arbeitswelt sei noch immer nicht gut darauf vorbereitet, kritisierte er. Arbeitgeber seien verunsichert, sie forderten mehr Offenheit von Arbeitnehmern über ihren HIV-Status. Den müssen diese jedoch nicht angeben, sondern, wie andere chronisch Kranke auch, nur dann, wenn sie bestimmte Tätigkeiten, wie Schichtdienst oder Nachtarbeit nicht ausführen können. Es sei daher wichtig, Richtlinien und Checklisten für Arbeitgeber zu entwickeln. Das ist eine der Aufgaben des Projektes „positiv werken“, das außerdem die Information über HIV in der Arbeitswelt verbessern will und über eine Hotline bei individuellen Fragen und Problemen Hilfe bietet.


In zwei Arbeitseinheiten mit jeweils drei Workshops, vertieften die knapp 40 Konferenzteilnehmer das Thema weiter. Alexandra Frings und Karl-Georg Rinkleff von der Aids-Hilfe Aachen gingen der Frage „Mit HIV leben – positiv arbeiten?!“ nach. Ausgehend von einer Umfrage der deutschen Aids-Hilfe zu diesem Thema, ließen sie die Gruppe in verschiedene Rollen schlüpfen, die des Arbeitgebers, der Kollegen und die des Infizierten. Wer es gewagt hat, seine Krankheit in seinem Arbeitsumfeld öffentlich zu machen, stößt auf eine Bandbreite von Reaktionen, von unterstützend, über neutral bis zur handfesten Diskriminierung. „Wir müssen uns hüten vor Ratschlägen in die eine oder andere Richtung. Beides, seinen Status bekannt zu machen oder zu verschweigen, kann eine starke Entscheidung sein“, so Karl-Georg Rinkleff. Für die Zukunft sei es wichtig, möglichst viel an Unterstützung für die Betroffenen zu entwickeln und dort aufzuklären, wo noch veraltete Vorstellung über HIV herrschten, wie beispielsweise bei den Arbeitsagenturen.
Ein besonders schwieriges Arbeitsumfeld für HIV-Infizierte ist die verfasste Kirche, wie ein weiterer Workshop zur Stigmatisierung im kirchlichen Dienst deutlich machte. Christoph Simonsen, Leiter der katholischen Hochschulgemeinde Aachen, führte mit einem Referat ins Thema ein. Dabei griff er zunächst den Begriff „Stigma“ auf und verwies auf seine doppelte Bedeutung. Zum einen nennt man jenen bzw. jene stigmatisiert im religiösen Sinn, dem auf wundersame Weise die Wundmale Christi ins Leben gezeichnet sind. Einer solchen Person begegnet die Glaubensgemeinschaft in besonderer Weise mit Respekt und Wertschätzung, da ihr eine besondere Christusnähe zugeschrieben wird. Im gesellschaftlichen Kontext dagegen bedeutet Stigmatisierung eine ungerechte und unrechtmäßige Ausgrenzung einzelner von der Allgemeinheit aufgrund einer auffallenden Verhaltensweise oder Lebensrealisierung oder aber auch aufgrund einer besonderen Erkrankung (wenn man z.b. an die Pesterkrankten zur Zeit Jesu denkt). Jenen Personen begegnet die Allgemeinheit mit Argwohn und Distanz. Der Referent versuchte dann zu verdeutlichen, dass durch die verstärkte Auseinandersetzung HIV-positiver mit der eigenen Begrenztheit oft eine vertiefte spirituelle Reife und eine sehr authentische Glaubenspraxis erwachsen. Doch das "Stigma" „HIV“ als der Achtung wert zu betrachten, mit dem auch positive, für den Glauben und für das Wirken der Betroffenen in der Kirche fruchtbare Aspekte verbunden sind, davon sei die katholische Kirche noch meilenweit entfernt, so die Erkenntnis der Arbeitsgruppe. Im kirchlichen Kontext sei das öffentlich machen einer HIV Infizierung noch schwieriger als in anderen Bereichen, da hier die ausschließlich moralische Sichtweise auf die Infektion eine wertschätzende Begegnung erschwere hinzukomme. Die Institution Kirche begegne Infizierten zwar mit einer bemitleidenden Barmherzigkeit, das Virus aber sehe sie immer noch als Sichtbarwerdung von unmoralischem Verhalten und Sünde. Dass der Mensch immer zugleich Begnadeter wie Sünder ist, das wird einem HIV-Infizierten Mitarbeiter nicht zugestanden. Mit diesem Zwiespalt kämpfen auch diejenigen, die  im Bereich Kirche mit HIV-Infizierten arbeiten. Im dritten Workshop berichteten Helene van Erve, Ehrenamtliche bei Buddy Care Limburg und Dominique Goblet, der im Bistum Lüttich tätig ist, von ihren Erfahrungen. Ihr Fazit, die Kirche kümmert sich durchaus, aber sie tut es noch verschämt und im Dunkeln. Das müsse sichtbarer gemacht werden, so Dominique Goblet, doch das gehe nicht von heute auf morgen. Dazu brauche es Orte des Austausches ohne Verurteilung, wie die euregionale Konferenz einer sei.

 

 

Texte und Informationen zu den Workshops finden sie auf unserer Website unter Downloads.

 

Birthe Lehmann

 

 

 

Euregionale Lernpartnerschaft gegen Stigmatisierung, Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen mit HIV/AIDS

 

1. Zusammenfassung

 

In ganz Europa konstatieren Fachleute für den Bereich HIV/AIDS ähnliche Tendenzen, die sich mit den Stichworten Therapieoptimismus, Bagatellisierung der Risiken bis hin zu Präventionsmüdigkeit umreißen lassen. Somit kommt der Aufklärungs- und Präventionsarbeit ungebrochen eine zentrale Bedeutung zu.

 

Vor diesem Hintergrund haben sich 6 Partner - kirchliche Einrichtungen, AIDS-Beratungsstellen und eine Hochschule - aus der Euregio (DE, NL, BE) zu einer Lernpartnerschaft  zusammengeschlossen, um gerade bei der erwachsenen Bevölkerung das Wissen über HIV/AIDS zu verbessern und nachhaltige gesellschaftliche Lern- und Umdenkungsprozesse anzustoßen. Diese sollen einen positiven Einfluss auf das Gesundheitsbewusstsein des Einzelnen, seine individuellen Haltungen gegenüber HIV/AIDS und damit verbundenen Vorurteilen und Stigmata sowie den gesellschaftlichen Umgang mit der Krankheit haben.

 

Oberziel der LP ist es, die institutionelle Zusammenarbeit und Vernetzung von relevanten Akteuren in der HIV-/AIDS-Arbeit in der Grenzregion voran zu bringen und die Erarbeitung gemeinsamer Strategien für Aufklärung und Präventionsarbeit nachhaltig zu fördern. Neben der Verbesserung des Wissens um HIV/AIDS in der Bevölkerung zielt die LP darauf ab, Modelle und Strategien auszutauschen und voneinander zu lernen, als Grundlage für gemeinsame euregionale Ansätze. Eine Verbesserung von pädagogischen Konzepten soll sich auch beziehen auf eine stärkere Ausrichtung auf spezifische Zielgruppen (z.B. der MigrantInnen) und die breitere Nutzung von neuen Medien für Informations- und Aufklärungsarbeit. In den Partnerorganisationen selbst werden institutionelle Lernprozesse angestoßen, die sich positiv auf die Strukturen, Mitarbeiter sowie hauptamtliche und ehrenamtliche Arbeit auswirken werden.

 

2. Begründung

 

 

HIV und Aids sind weiter eine tödliche Gefahr, auch für Menschen in der Euregio. Aber mittlerweile ist das tödliche Virus scheinbar unsichtbar geworden, seine Gefahren werden banalisiert, mit vielen fatalen Folgen für Infizierte und für Gesunde. Ärzte, Psychologen, Präventionsfachkräfte und Seelsorger beobachten länderübergreifend alarmierende Entwicklungen: Das Risikobewusstsein schwindet nicht nur in den Risikogruppen. Es macht sich der Eindruck breit, HIV und Aids seien heilbar und beherrschbar. Die massiven Nebenwirkungen der Medikamentencocktails, die das Überleben verlängern, sind zu wenig bekannt. Nach wie vor endet die Erkrankung tödlich und auf dem Wege zum Tod sind die betroffen mit einer Vielzahl an Einschränkungen im persönlichen Alltag und in den sozialen. Bindungen mit sich (z.B. am Arbeitsplatz) konfrontiert. Immer noch sind infizierte Menschen stigmatisiert. Ihre soziale Isolation ist erschreckend. Die gesellschaftliche Ausgrenzung betrifft auch Menschen, die durch verseuchte Blutkonserven in den 80-er Jahren infiziert wurden. Auch Fehler beim Drogenkonsum führten und führen zum Leben mit dem Virus. Das weit verbreitete Halbwissen über HIV und Aids bereitet aber auch einer Hysterie den Boden, mit oftmals unmenschlichen Folgen.

 

Zudem ist davon auszugehen, dass mit zunehmenden Migrationsströmen die Problematik an Schärfe gewinnen wird, denn ein Großteil der neu diagnostizierten HIV-Infektionen wird bei Menschen festgestellt, die aus Hochprävalenzländern kommen, also aus Ländern, in denen mehr als ein Prozent der Bevölkerung HIV-positiv ist. Bei den Medizinern und Beratungseinrichtungen gibt es wenig Wissen über die Einstellungen von Migrantinnen und Migranten zur HIV-Prävention und die Akzeptanz von Unterstützungsangeboten. Darüber hinaus sind diese Menschen im Falle einer Infizierung/Erkrankung nicht nur dem Druck der Aufnahmegesellschaft ausgesetzt, sondern tragen auch das Stigma HIV/AIDS.

 

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass es einer kontinuierlichen  Aufklärungsarbeit - im Sinne von lebenslangem Lernen - und Präventionsarbeit bedarf, um, a) das HIV-Stigma abzubauen, b) die Achtung der Menschenrechte aller HIV-Infizierten und Aidskranken zu fördern, c) alle Formen von HIV-bedingter Diskriminierung zu bekämpfen und die soziale Integration von HIV-Infizierten und Aidskranken zu fördern (s.a. EU Aktionsplan zur Bekämpfung von HIV/AIDS).

 

Aufgrund der Komplexität des Themas besteht ebenso ein erhöhter Bedarf an Zusammenarbeit aller relevanten Akteure, und in der Euregio muss dies auch über geographische Grenzen hinaus geschehen. Es bedarf auch neuer Ansätze der Aufklärungs- und Präventionsarbeit, wobei bei der Entwicklung von Materialien und Methode sehr exakt vom Kontext der Adressatengruppe auszugehen ist. Ebenso bieten moderne, interaktive Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) neue Ansätze für effektive Präventionsarbeit.

 

Da sich traditionelle Präventionsarbeit vorrangig an Jugendliche richtet und gerade Erwachsene etwas aus dem Blick geraten sind, soll gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen diese Altergruppe besonders fokussiert werden.

 

Die Lernpartnerschaft geht zurück auf euregionale Zusammenarbeit im Rahmen von 3 Euregionalen AIDS-Konferenzen im Zeitraum 2007-2009. Am Ende einer jeden Konferenz stand der ausdrückliche Wunsch aller Teilnehmenden, den Dialog weiter zu pflegen und die Vernetzung unter den verschiedenen Akteuren auch in Zukunft voran zu treiben.

 

Da angesichts der aktuellen Entwicklungen im Bereich HIV/AIDS der Aufklärungs- und Präventionsarbeit ungebrochen eine zentrale Bedeutung zukommt, haben sich kirchliche Einrichtungen, AIDS-Beratungsstellen und eine Hochschule aus der Euregio (DE, NL, BE) zu einer Lernpartnerschaft  zusammengeschlossen, um das Wissen über HIV/AIDS bei der breiten Bevölkerung zu verbessern und nachhaltige gesellschaftliche Lern- und Umdenkungsprozesse anzustoßen.

 

Die Lernpartnerschaft setzt sich zusammen aus unterschiedlichsten Einrichtungen, die alle durch Informations-, Aufklärungs- und Präventionsarbeit zu HIV/AIDS einen entscheidenden Beitrag zu lebenslangem Lernen von Erwachsenen leisten. Dabei möchte die LP Lernprozesse in Gang setzen, die einen positiven Einfluss auf das Gesundheitsbewusstsein des Einzelnen, seine individuellen Haltungen gegenüber HIV/AIDS und damit verbundenen Vorurteilen und Stigmata sowie den gesellschaftlichen Umgang mit der Krankheit haben werden.

 

3. Projektziele/ -strategien

 

Oberziel der LP ist es, die institutionelle Zusammenarbeit und Vernetzung von relevanten Akteuren in der HIV-/AIDS-Arbeit in der Grenzregion voran zu bringen und die Erarbeitung gemeinsamer Strategien für Aufklärung und Präventionsarbeit nachhaltig zu fördern.

 

Die Lernpartnerschaft zielt auf eine umfassende und nachhaltige Aufklärung und Bewusstseinsveränderung in der Bevölkerung mit dem Ziel, a)Vorurteile zu überwinden, b)Ängste abzubauen und c)Solidarität mit Betroffenen auszulösen und zu verstetigen.

 

Neben der Verbesserung des Wissens um HIV/AIDS in der Bevölkerung zielt die LP darauf ab, Modelle und Strategien auszutauschen und voneinander zu lernen, um mittelfristig gemeinsame euregionale Ansätze für Aufklärung und Präventionsarbeit zu entwickeln. Ebenso sollen über das Netzwerk Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Euregio gefördert werden, um die sog. 2. Öffentlichkeit (die nicht Anwesenden) zu erreichen und neue Unterstützer zu gewinnen.
Durch eine vertiefte grenzüberschreitende Zusammenarbeit, den Austausch von Know-How und der gemeinsamen Erarbeitung von euregionalen Strategien werden in den Partnerorganisationen selbst institutionelle Lernprozesse angestoßen, die sich positiv auf die Strukturen, Mitarbeiter sowie hauptamtliche und ehrenamtliche Arbeit auswirken werden.

 

Das Arbeitsprogramm umfasst 6 transnationale Treffen, wobei jeder Partner einmal Ausrichter sein wird. Zentrale Veranstaltungen bilden die 4. und 5. Euregionale AIDS-Konferenz (Juni 2011 & 2012), die jeweils einem gemeinsamem euregionalen Schwerpunktthema gewidmet ist. Mögliche Themen könnten u.a. sein: Aufklärung gegen Verharmlosung, Anwaltschaft gegen Diskriminierung, Genderaspekte, HIV/AIDS und Migration, Ausbildung von Multiplikatoren und Ehrenamtlern, interdisziplinäre Begleitung und Betreuung der Betroffenen, Einsatz neuer Medien in Informations- und Aufklärungsarbeit.

 

Im Gegensatz zu den vorangehenden Euregio Konferenzen soll im Rahmen der LP erstmals eine Öffnung für eine interessierte Öffentlichkeit erzielt werden. Auch ist ein wesentliches Ziel der LP die Vertiefung und Qualifizierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Zu diesem Zwecke sind die Euregionalen AIDS-Konferenzen von Planungs- und Auswertungstreffen der Netzwerkpartner flankiert, um den fachlichen Austausch und Know-How-Transfer zu verstetigen. Die Arbeit des Netzwerkes wird ebenso mit lokalen Aktivitäten z.B. anlässlich des Welt-AIDS-Tages (Dez.) und der Nacht der Solidarität (Juni) verknüpft.

 

4. Europäischer Mehrwert

 

HIV/AIDS machen nicht vor Landesgrenzen halt und Fachleute in allen EU-Ländern konstatieren eine spürbar zunehmende Bagatellisierung, Präventionsmüdigkeit und Therapieoptimismus.

 

Die Erfordernisse der Erweiterung des Binnenmarkts und die sich daraus ergebende Mobilität der Bürger erhöht den Bedarf an grenzüberschreitenden Kooperation und Know-How-Transfer.

 

Zudem stellt die zunehmende Anzahl an MigrantInnen alle EU-Mitgliedstaaten vor unbekannte Herausforderungen, denn bisher gibt es wenig Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet HIV/AIDS bei dieser Bevölkerungsgruppe

 

Gerade die EUREGIO ist ein Raum, in dem grenzüberschreitende Zusammenarbeit lange Tradition hat, was sich u.a. in einer hohen Arbeits- aber auch Patientenmobilität ausdrückt. Die großen gemeinsamen Herausforderungen erfordern eine vertiefte Vernetzung, auch über die Ländergrenzen hinweg. Die Menschen in den Grenzregionen sind mobil, und damit sind auch die Aufgaben in der HIV-Prävention und in der Begleitung Infizierter grenzüberschreitend.

 

Mittelfristig kann die LP auch einen europ. Mehrwert dahingehend leisten, , dass Angebote zunehmend grenzüberschreitend vernetzt bzw. harmonisiert werden, deren Qualität und Effizienz gesteigert wird und somit gerade vor dem Hintergrund begrenzter personeller und finanzieller Ressourcen im Gesundheitsbereich – neue Synergieeffekte erzielt werden können.

 

5. Auswirkungen

 

Partnerorganisationen

 

Die Ergebnisse der LP werden in die verschiedenen Zielgruppen der Arbeit zurück transferiert, um neue Impulse für die Arbeit in der Prävention mit verschiedenen Zielgruppen oder in der Selbsthilfeförderung von HIV-Positiven geben. Durch transnationale Zusammenarbeit werden institutionelle Entwicklungsprozesse gefördert, die zu einer besseren Qualität der Informations- und Beratungsangebote und/oder einem erhöhten Wissens- und Qualifikationsstand der Mitarbeiter (Hauptamtliche und Ehrenamtliche) führen. Auf Ebene der beteiligten Einrichtungen wird die LP bestehende grenzüberschreitende Kooperationsbeziehungen festigen und eine Grundlage dafür schaffen, das bestehende Netzwerk um zusätzliche Partner zu erweitern.

 

Gesellschaftliches Umfeld

 

Im Sinne von Lebenslangem Lernern werden mittelfristig umfassende Lernprozesse angestoßen, die sich positiv auf das Gesundheitsbewusstsein des Einzelnen, seine individuellen Haltungen gegenüber HIV/AIDS und damit verbundenen Vorurteilen und Stigmata sowie den gesellschaftlichen Umgang mit der Krankheit auswirken sollen.

 

Durch bessere und zielgerichtete Information und Aufklärung werden Ängste abgebaut und der Wissenstand zu Ansteckungsrisiken wie Nichtrisiken erhöht. Die Bevölkerung wird stärker dahingehend sensibilisiert, dass AIDS - ungeachtet medizinischer Fortschritte - noch immer eine lebensgefährliche Krankheit ist, was dem zunehmenden Phänomenen wie Therapieoptimismus und Präventionsmüdigkeit entgegenwirken wird.

 

Durch die Förderung eines solidarischen Klimas gegen Ausgrenzung und Diskriminierung wird die Motivation zum eigen- und partnerverantwortlichen Verhalten erhöht. Eine zentrale Zielsetzung aller Projektpartner ist es, durch den Abbau von Stigmatisierung und Diskriminierung wird eine breitere und nachhaltigere gesellschaftliche Auseinandersetzung über HIV und AIDS auch im grenzüberschreitenden Kontext zu initiieren.

 

Menschen mit HIV/AIDS

 

Der Abbau von Unwissen, Ängsten und Vorurteilen wird dazu beitragen, dass Betroffene – eine Hauptzielgruppe der Partner - weniger  Isolation und Stigmatisierung ausgesetzt sind. Dazu gehören auch Ausgrenzungen und Mobbing am Arbeitsplatz. Durch unvoreingenommene Begegnung wird es ihnen erleichtert, offen und verantwortungsvoll mit ihrer Infektion oder Krankheit umzugehen. Eine bessere Beratung und Begleitung, die sich differenzierter an individuellen Bedürfnissen orientiert, verbessert die physische und psychosoziale Situation von Betroffenen.

 

Arbeit in der Prävention mit verschiedenen Zielgruppen oder in der Selbsthilfeförderung von HIV-Positiven geben. Durch transnationale Zusammenarbeit werden institutionelle Entwicklungsprozesse gefördert, die zu einer besseren Qualität der Informations- und Beratungsangebote und/oder einem erhöhten Wissens- und Qualifikationsstand der Mitarbeiter (Hauptamtliche und Ehrenamtliche) führen. Auf Ebene der beteiligten Einrichtungen wird die LP bestehende grenzüberschreitende Kooperationsbeziehungen festigen und eine Grundlage dafür schaffen, das bestehende Netzwerk um zusätzliche Partner zu erweitern.

 

Gesellschaftliches Umfeld

 

Im Sinne von Lebenslangem Lernern werden mittelfristig umfassende Lernprozesse angestoßen, die sich positiv auf das Gesundheitsbewusstsein des Einzelnen, seine individuellen Haltungen gegenüber HIV/AIDS und damit verbundenen Vorurteilen und Stigmata sowie den gesellschaftlichen Umgang mit der Krankheit auswirken sollen.

 

Durch bessere und zielgerichtete Information und Aufklärung werden Ängste abgebaut und der Wissenstand zu Ansteckungsrisiken wie Nichtrisiken erhöht. Die Bevölkerung wird stärker dahingehend sensibilisiert, dass AIDS - ungeachtet medizinischer Fortschritte - noch immer eine lebensgefährliche Krankheit ist, was dem zunehmenden Phänomenen wie Therapieoptimismus und Präventionsmüdigkeit entgegenwirken wird.

 

Durch die Förderung eines solidarischen Klimas gegen Ausgrenzung und Diskriminierung wird die Motivation zum eigen- und partnerverantwortlichen Verhalten erhöht. Eine zentrale Zielsetzung aller Projektpartner ist es, durch den Abbau von Stigmatisierung und Diskriminierung wird eine breitere und nachhaltigere gesellschaftliche Auseinandersetzung über HIV und AIDS auch im grenzüberschreitenden Kontext zu initiieren.

 

Menschen mit HIV/AIDS

 

Der Abbau von Unwissen, Ängsten und Vorurteilen wird dazu beitragen, dass Betroffene – eine Hauptzielgruppe der Partner - weniger  Isolation und Stigmatisierung ausgesetzt sind. Dazu gehören auch Ausgrenzungen und Mobbing am Arbeitsplatz. Durch unvoreingenommene Begegnung wird es ihnen erleichtert, offen und verantwortungsvoll mit ihrer Infektion oder Krankheit umzugehen. Eine bessere Beratung und Begleitung, die sich differenzierter an individuellen Bedürfnissen orientiert, verbessert die physische und psychosoziale Situation von Betroffenen.

 

 

 

 

 

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